Umgang mit Zucker

Ein bewusster und maßvoller Umgang mit Zucker ist uns in unserer Einrichtung wichtig. Zucker wird bei uns nicht verboten, sondern verantwortungsvoll und reflektiert eingesetzt. Ziel ist es, dass Kinder frühzeitig ein eigenes Körpergefühl entwickeln und wahrnehmen können, was ihnen gut tut und wann etwas „zu viel“ ist. Grundsätzlich achten wir darauf, weitestgehend auf den Zusatz von Süßungsmitteln zu verzichten. Sofern dies im Rahmen von Speisen dennoch vorkommt, vermeiden wir nach Möglichkeit weißen Industriezucker und greifen stattdessen auf alternative Süßungsmöglichkeiten wie beispielsweise Fruchtzucker aus Obst oder Honig zurück. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass auch diese Formen des Süßens Auswirkungen auf die Gesundheit haben können und daher ebenfalls maßvoll eingesetzt werden. Im Alltag verfolgen wir eine klare und verlässliche Linie: Süßigkeiten, süße Getränke und stark zuckerhaltige Speisen gehören nicht zum täglichen Angebot in unserer Einrichtung.

Zur Orientierung für Kinder und Eltern gilt bei uns:

  • Süße Nachspeisen gibt es in der Regel einmal pro Woche im Rahmen des Speiseplans.
  • An den übrigen Tagen bestehen Nachspeisen überwiegend aus Obst, Naturjoghurt oder vergleichbaren Angeboten.
  • Süßigkeiten oder süße Speisen werden nicht zusätzlich („on top“) angeboten.
  • Getränke im Alltag sind Wasser und ungesüßter Tee.


Besonders zugesetzter und stark verarbeiteter Zucker wird von uns kritisch betrachtet. Daher legen wir Wert auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel und natürliche Zutaten, beispielsweise Obst.

Besondere Anlässe wie Feste im Jahreskreis oder gemeinsame Veranstaltungen werden bewusst vom Alltag unterschieden. Zu solchen Anlässen können süße Speisen oder Getränke in kleinen, überschaubaren Mengen Teil des Angebots sein und bleiben dabei klar als Ausnahme erkennbar.

Geburtstage werden individuell gestaltet. Das Geburtstagskind darf etwas für die Gruppe mitbringen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass keine zusätzlichen Süßigkeiten darüber hinaus angeboten werden. Zur Unterstützung für Familien und Team haben wir eine Sammlung mit Ideen und zuckerreduzierten Alternativen für Geburtstagsfeiern zusammengestellt.

Im U2-Bereich gehen wir besonders zurückhaltend mit Zucker um. Zugesetzter Zucker wird möglichst vermieden, insbesondere vor Ruhe- und Schlafphasen. Ziel ist es, den natürlichen Geschmackssinn der Kinder zu fördern und zu erhalten.

Zucker und Süßigkeiten werden bei uns nicht als Belohnung, Trost oder Ablenkung eingesetzt, da wir diese Verknüpfung im Kita-Alltag bewusst nicht herstellen oder verstärken möchten.

Pädagogische Begleitung und Beteiligung der Kinder

Wir begleiten die Kinder im Umgang mit süßen Speisen und Getränken ohne Moralisierung („gut“ oder „schlecht“). Stattdessen setzen wir auf Gespräche, Fragen zum eigenen Körpergefühl sowie auf unser Vorbildverhalten. Durch klare Rahmenbedingungen (z. B. Portionen, Zeitpunkt und Verfügbarkeit) fördern wir gleichzeitig die Selbstkompetenz der Kinder.

Bei der wöchentlichen Essensabstimmung erhalten die Kinder Raum, ihre Wünsche zu äußern und mitzuwirken. Ernährung verstehen wir als Lernfeld, das alltagsnah, wertschätzend und partizipativ gestaltet wird.

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